NON UCCIDERE
Rom, Italien
2023
Das MAXXI – Nationalmuseum der Künste des 21. Jahrhunderts feiert das 75-jährige Jubiläum der italienischen Verfassung mit einem bedeutenden Ausstellungsprojekt, das zwei Protagonisten der zeitgenössischen Kultur anvertraut wurde: dem Künstler Emilio Isgrò und dem Architekten Mario Botta.
Das Werk von Emilio Isgrò manifestiert sich in einem monumentalen Basrelief aus Sinai-Stein, bestehend aus elf Elementen, während die von Mario Botta entworfene Architektur von Riva1920 aus wiederverwendetem Libanon-Zedernholz gefertigt und auf dem großen Platz des Museums installiert wurde.
Die Arbeit von Emilio Isgrò reflektiert die Prinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die allen Verfassungen zugrunde liegen. Der Künstler überarbeitet die biblischen Tafeln der Zehn Gebote, verstanden als moralisches Fundament der Zivilgesellschaft, indem er in die Inschriften mit der „Auslöschung“ eingreift – dem unverkennbaren Merkmal seiner künstlerischen Forschung seit fast sechzig Jahren – und nur eine einzige universelle Botschaft sichtbar lässt: NON UCCIDERE ("DU SOLLST NICHT TÖTEN").
Anschließend wurde die Installation als Wanderausstellung präsentiert: 2024 in L’Aquila im Innenhof des Palazzo Margherita und 2025 in Scicli im MACC Museum.
Bespoke Project
Credits: Emilio Isgrò
Fotograf: Musa; Flaminia Nobili; Luca Eleuteri
Architekt: Mario Botta

